Ausgemistet? Wo du gebrauchte Sachen verkaufen kannst

„Wo kann ich meine gebrauchten Sachen loswerden? Die sind noch gut, da will ich schon noch was für haben.“ Das ist eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden. Also zackbumm, hier kommt die Liste. Natürlich nicht lang mit allen Möglichkeiten dieser Welt, sondern so, dass du dir einfach und schnell was raussuchen und dann deine gebrauchten Sachen verkaufen kannst.

Vorab-Lesetipp: Du bist noch nicht sicher, ob du deine Sachen verkaufen oder lieber verschenken/spenden willst? Dann lies hier: Aussortierte Sachen verkaufen oder verschenken, spenden oder wegwerfen? Entscheidungshilfe mit Checkliste

Nun aber mitten rein.

Online-Auktionen

Online-Auktionen sind für dich, wenn du bereit bist, die verkauften Waren zu versenden, denn das ist da schon der Standardfall.

Und sie sind für dich, wenn du auch mal einen geringeren Preis akzeptierst. Du kannst zwar einen höheren Startpreis für deine Auktion einstellen und damit verhindern, dass der Artikel zum Schleuderpreis weggeht, aber dann sinkt die Chance, dass der Artikel überhaupt verkauft wird.

Eine Auktion ist ja gerade dafür da, die Sache für den Preis zu verkaufen, den „der Markt“ dafür bezahlen wird. Und manchmal ist das eben nicht viel. Trotzdem: Mit einer Auktion erreichst du ein sehr großes Publikum und hast gute Verkaufschancen.

Online-Auktionshäuser sind zum Beispiel

ebay

  • Allseits bekannter Platzhirsch unter den Auktionshäusern.
  • Kosten für einfache Auktion: 10% Verkaufsprovision bei erfolgreichem Verkauf.
  • Hier geht es zu ebay.

Hood

  • Ebay-Alternative.
  • Kosten für einfache Auktion: Keine! Einfache Auktionen sind kostenlos (nur ein Foto, keine Extras, evtl. Werbeeinblendungen in deiner Anzeige).
  • Extras wie weitere Fotos und Hervorhebungen kosten ein paar Cent. Gerade bei Dingen, die höhere Preise erzielen werden, kann das natürlich interessant sein, da du keine Verkaufsprovision zahlst.
  • Hier kommst du zu Hood.

Catawiki

  • Ein etwas anderes Auktionshaus
  • nur für „besondere Stücke“ (=eher selten, besonders, hochpreisig).
  • Wenn du hier etwas verkaufen willst, musst du es zur Auktion einreichen, es wird von Experten geprüft und, wenn sie es annehmen, für dich versteigert.
  • Kommissionsgebühr ca. 12,5%.
  • Hier lang zu Catawiki.

Verkauf per Kleinanzeige (=Online-Flohmarkt sozusagen)

Das ist das, was früher das Kleinanzeigenblatt war. Du bietest deine Sachen (einzeln oder als Paket) in einer Kleinanzeige online zum Verkauf an und die Interessent*innen treten direkt mit dir in Kontakt, um den Kauf abzuwickeln. Besonders geeignet ist das, wenn sich deine Ware nicht zum Versand eignet oder du darauf schlicht keinen Bock hast.

Die meisten Plattformen bieten auch eine App, so kannst du Anzeigen noch schneller und einfacher einstellen, da du die Fotos einfach schnell mit deinem Handy knipst.

Anbieter

Ebay Kleinanzeigen

Kostenlose Alternativen zu ebay Kleinanzeigen

Zum Beispiel

Facebook

Wenn du auf Facebook bist, kannst du deine Sachen auch da kostenlos inserieren. Entweder auf dem speziell von Facebook dafür eingerichteten Facebook Marketplace. Oder in einer der vielen, vielen Facebook-Gruppen, die sich auf den Verkauf oder das Verschenken gebrauchter Sachen beziehen. Such dir am besten eine aus deiner Gegend, das sorgt für kurze Wege und du musst nicht so viel versenden.

Spezialisierte Anzeigenseiten

Manche Seiten sind spezialisiert auf bestimmte Themen:

Vinted (früher „Kleiderkreisel“ und „Mamikreisel“)

  • Etwas allgemeiner geworden als die Vorgänger-Kreisel
  • Für gebrauchte Kleidung, Schuhe, Accessoires, Kinderspielzeug, Kindermöbel, Lehrmittel für Kinder, technisches Zubehör, Haushaltswaren und Bücher
  • Besonderheit: Virtueller Geldbeutel zum Transaktionsschutz. Du bekommst dein Geld erst nach Eingang der Ware beim Käufer gutgeschrieben, wenn er nicht kurzfristig ein Problem meldet.
  • Verkaufen ist kostenlos.
  • Hier geht es zu Vinted.

Booklooker

  • Für Bücher, Hörbücher, Tonträger, Filme und Spiele (digital, aber auch Brettspiele und Co.)
  • Keine klassische Anzeigenseite, sondern du stellst deine Sachen in den Booklooker-Shop ein, sind dort sicht- und suchbar.
  • Kosten: Provision vom Verkaufspreis ca. 7% bei erfolgreichem Verkauf.
  • Hier geht es zu booklooker.

PLUS: Besonders nachhaltige Portale

Wie überall, so gibt es auch hier Anbieter mit dem besonderen Plus an Nachhaltigkeit. Zwei habe ich dir hier aufgeführt.

Nebenan.de

Das ist ein Nachbarschaftsportal, es will die Verbindung und Vernetzung zwischen Nachbarn einer Gegend fördern. Dafür gibt es unter anderem den „Marktplatz“, auf dem du deine abzugebenden Sachen inserieren kannst. Die Anzeigen werden in deiner Nachbarschaft und in den angrenzenden Nachbarschaften angezeigt.

Vorteil ist eben diese Vernetzung im direkten Umfeld und die kurzen Wege, ein eindeutiges Nachhaltigkeit-Plus!

Nachteil: Das Publikum ist natürlich nicht so zahlreich (je nach dem wie viele in deiner Nachbarschaft mitmachen), außerdem können die Anzeigen von den Interessenten nicht thematisch durchsucht werden, sondern stehen einfach chronologisch hintereinander.

Hier geht es zu nebenan.de.

Fairmondo

Unter dem Motto „Gutes einfach entdecken“ bietet Fairmondo einen Marktplatz für nachhaltige und (daher auch) gebrauchte Produkte. Als Privatperson kannst du deine Sachen völlig kostenlos einstellen.

Nachhaltigkeits-Plus: Fairmondo ist genossenschaftlich organisiert und hat sich der Transparenz und Gemeinwohlökonomie verschrieben – so wirtschaftet man zukunftsorientiert.

Hier geht es zu Fairmondo.

Online-Ankaufportale

Wie funktioniert das?

Ankaufsportale kaufen gebrauchte Sachen an und verkaufen sie (mit Gewinn) weiter. Solche Portale gibt es für die verschiedensten Sachen, vor allem für Bücher, Datenträger (Musik, PC-Spiele etc.) und Kleidung.

Du gibst deine Sachen auf der jeweiligen Webseite ein, erhältst die Information ob sie angekauft wird und zu welchem Preis und entscheidest dann, ob du sie in den „Verkaufskorb“ packst. Am Ende schickst du deine Sachen per Paket ein, die Versandkosten übernimmt oft das Ankaufsportal. Für den ganzen Prozess gibt es meistens auch eine App, die das weiter vereinfacht.

Auch wenn manchmal nur kleine Preise geboten werden – bei größeren Mengen läppert es sich zusammen, geht auf jeden Fall schneller als ein Einzelverkauf und bringt mehr Kohle als die Sachen zu verschenken oder zu spenden.

Anbieter

Es gibt totaaaaal viele Anbieter. Eine lange Recherche und tagelanges Überlegen, welcher Anbieter zu bevorzugen sei, solltest du dir sparen, denn sie geben sich insgesamt vermutlich nicht viel. Hier eine kleine Auswahl.

momox

  • Für Bücher, CDs, DVDs und Spiele (für PC und Konsole)
  • Mindest-Ankaufswert 10 Euro, kostenloser Versand.
  • Hier kommst du zu momox.

momox fashion

Rebuy

  • Für Elektronik (Handys, Tablets, Konsolen, Notebooks, Kameras, Wearables und Kopfhörer), speziell auch Apple Produkte,
  • und Medien (Bücher, Filme, Videospiele, Musik, Software).
  • Kein Mindest-Ankaufswert, aber kostenloser Versand erst ab 10 Euro Angebotspreis.
  • Hier geht es zu Rebuy.

Studibuch

Blidad

  • Für CDs, DVDs, Bücher, Brettspiele und Videospiele.
  • Hier also auch für Brettspiele!
  • Mindest-Ankaufswert 10 Euro, kostenloser Versand.
  • Hier geht es zu Blidad.

Wer zahlt am meisten? Vergleichsportale

Wenn du unbedingt vorher gucken willst, wo du am meisten Geld für deine Sachen bekommst, gibt es auch dafür schon Vergleichsportale. Auf denen kannst du deinen Artikel zentral eingeben und bekommst die verschiedenen Preise verschiedener Portale angezeigt.

Das kann praktisch sein, da sich die Preise doch manchmal deutlich unterscheiden. Allerdings kostet es natürlich auch Zeit, die Verkäufe dann mit den verschiedenen Anbietern abzuwickeln – mehr Zeit als wenn man alles zu einem gibt.

Vergleichsportale sind zum Beispiel:

Zeitungsannoncen und Aushänge?

Gebrauchte Sachen verkaufen über Print-Kleinanzeigen? Nee, die Zeiten sind vorbei. Im Internet spielt die Musik.

Was noch klappen kann, sind Aushänge z.B. im örtlichen Supermarkt.

Flohmarkt offline

Natüüüüüüürlich kannst du deine gebrauchten Sachen auch auf dem echten, wahren, wahlweise wettergegerbten oder hallen-muckeligen Offline-Flohmarkt verkaufen. Schließlich haben oder hatten wir doch alle mal die berühmte „Flohmarktkiste“ im Keller, oder?

Aber bevor du dich auf den Weg zum nächsten Flohmarkt machst – halt kurz inne. Ich habe dazu nämlich ausnahmsweise (höhö) eine ziemlich klare Meinung und eine einfach umzusetzende Empfehlung, welche ich in folgenden Artikel gepackt habe: Sachen auf dem Flohmarkt verkaufen: Ja oder Nein? Pro und Contra, wie du dich entscheidest und warum du dir den Flohmarkt wahrscheinlich in die Haare schmieren solltest

Und nun?

Nun weißt du ja, wo du deine gebrauchten Sachen verkaufen kannst und kannst dich direkt dran machen!

Oder bist du jetzt erst auf den Geschmack gekommen, mal ausmisten zu wollen? Dann hol dir doch hier meine passende Checkliste dazu.

Ich danke dir für deine wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit.

Deine Birte

PS: Bild vom Handschlag online: Gerd Altmann auf Pixabay.

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