Eine Jahresportion Eigenlob, bitte! Meine Superheldinnentaten 2020 und warum du (dir) deine auch mal erzählen solltest

Hier bei DEIN WICHTIG stinkt Eigenlob nicht wie im Sprichwort. Sondern ich bin totaler Fan davon, sich für die eigenen Erfolge mal so richtig auf die Schulter zu klopfen. Ob kleine oder große Tat – es ist großartig, sich bewusst zu machen, was man geschafft hat. Und vor allem, dass man es gut gemacht hat! Zum Beispiel, indem man sich (und anderen?) mal die eigene Heldenstory erzählt. Versuch es mal – du wirst erstaunt sein, was du eigentlich alles toll gemacht hast in diesem schrägen Jahr 2020.

Zu gerne mäkeln wir doch alle lieber an uns herum für alles, was wir gerade gefühlt nicht hinbekommen. Und da bin ich auch GANZ groß drin. Da ist es doch Zeit, endlich mal die Erfolge zu feiern, yey! Und genau das machen wir jetzt!

Aber: HÄ?

Was hat das mit Minimalismus zu tun?

Ganz einfach:

Eigenlob gibt Schwung auf der Minimalismus-Reise

Auf dem Weg in den minimalistischen Lebensstil gibt es doch viele kleine und große Erfolge.

Sei es der erste kleine Ausmist-Erfolg. Das Loslassen von etwas, bei dem es uns lange schwergefallen ist. Oder die große, lebensverändernde Entscheidung, die wir treffen, weil wir endlich wissen, was uns wichtig ist.

Und für diese Erfolge sollten wir uns definitiv loben! Denn das ist alles nicht so einfach, daran erinnere ich hier einfach noch mal. Also sind auch die kleinen Schritte ein Lob wert!

Dann fühlt sich der Erfolg gleich noch grandioser an.

Mehr Stärke für das fortschrittliche Anderssein

Als Minimalist/innen (und dann noch mit Kindern) sind wir Exot/innen. Wir tun Dinge, die der „normale“ Rest der Welt abgefahren, schräg oder komisch findet oder über die einfach nur die Köpfe geschüttelt werden.

Wir benehmen uns anders, als „man sich halt so benimmt“. Anders, als die Gesellschaft es vorgibt. Anders, als die Werbung es uns „empfiehlt“.

Für dieses Anderssein brauchen wir jede Menge Kraft und Schwung und eine gehörige Portion Vertrauen in unsere eigenen Entscheidungen.

Und das fällt leichter, wenn wir uns selbst mögen. Lieben geradezu. Wenn wir uns so richtig cool finden. Und das, was wir tun.

Und was machen wir, um uns selbst mal so richtig super zu finden?

Na klar, wir gucken mal ganz genau hin, was wir eigentlich in letzter Zeit so alles geleistet haben! Und da meine ich nicht irgendwelche Mega-Heldentaten im Stil von Menschenlebenretten. Die passieren ja doch eher selten.

Nein, ich meine alles, was uns einfach mal gut gelungen ist, auch wenn es kleine Dinge im Alltag sind. Nicht nur beim minimalistischen Leben, sondern insgesamt.

Also, schnapp dir mal einen Stift und Papier und schreib alles auf, was du in 2020 gut gemacht hast. Ich bin sicher, dir fallen tausendmijohn Taten ein. Besonders dann, wenn du dir genug Zeit nimmst. (Was ja nicht immer möglich ist. Aber versuch’s mal. Wäre dann gleich die nächste Heldentat.)

Und meine Alltagsheldinnentaten 2020, die kommen jetzt! Einfach mal frei heraus – eine Jahresportion Eigenlob, in der fast jeder Satz mit „Ich“ beginnt. Na und? Bin ja auch eine Superheldin!

Und ganz sicher wirst du vieles wiederkennen aus deinem eigenen Leben. So besonders scheinen viele Heldentaten ja gar nicht zu sein – umso leichter werden sie übersehen. Und das ändern wir heute.

(Die Idee zu diesem Artikel habe ich übrigens von Anna Koschinski, bei der man tolle Tipps zum Bloggen lesen kann. Sie findet auch, dass jede und jeder von uns jederzeit ein/e Superheld/in ist – und hat zu diesem Thema eine Blogparade gestartet, an der ich hiermit superheldinnengern teilnehme!)

Meine #Heldenstory 2020

2020. Ich in Auszeit vom Job. Stattdessen Herd, Haushalt, Kinder, während der liebe Mann nun allein verdient. Ich bin eine obermutige Superheldin, weil ich Vollzeit zuhause bleibe, obwohl man das bestimmt nicht so macht. Weil frau bestimmt arbeiten gehen „sollte“, um zu beweisen, dass Kinder und Karriere (oder zumindest Beruf) gleichzeitig funktionieren. (Tolle Gleichberechtigung, wenn du mich fragst.)

Ich habe zusammen mit meinem superheldenhaften Vater einen obercoolen Kindergeburtstag zum Zehnten unserer Ältesten gezaubert. Und weil jedes Kind ein Vogelhäuschen mit nach Hause nehmen durfte, hab ich auch noch zehn Mal flauschigen Vögelein geholfen. Das erwärmt mein Herz!

Ich habe zwei weitere Knaller-Kindergeburtstage vorbereitet – und musste sie absagen. Ich hab die armen abgesagten Geburtstagskinder getröstet. Und habe jetzt immerhin eine megagute Schnitzeljagd und ein cooles Bastelprojekt in der Schublade für bessere Zeiten.

Ich habe Masken in Massen genäht. Und mich ehrenamtlich in unserer Transition Town Initiative engagiert.

Ich hab meine Kinder mit Nutellabrötchen zum Mittagessen bestochen, damit sie ohne Murren zum Schwimmunterricht mitkommen. Und finde mich cool dafür, so entspannt zu so einer pädagogisch grandios wertlosen Methode zu greifen.

Ich habe mit drei Grundschulkindern monatelang Home Schooling gemacht. Mich durch ihre Zettel-Stapel gewühlt, ihnen einen echten Stundenplan serviert für mehr Struktur, mit ihnen neue Aufgaben aus der Schule geholt, Mails aus hundert Richtungen sortiert, mir die Haare gerauft und gefühlt tausende Mathe-Aufgaben kontrolliert. Und mich außerdem gefragt, ob eigentlich die pure Anwesenheit einer hilfsbereiten Mutter zu größerer Hausaufgaben-Hilfsbedürftigkeit führt?

Ich habe meinem lieben Mann eine Woche Solo-Urlaub ermöglicht – was vielleicht auch nicht so selbstverständlich ist, wie ich denke.

Ein ganzes Wochenende habe ich es alleine zuhause ausgehalten, als meine Familie ohne mich verreist ist. GANZ superheldinnenhaft. Ha!

Ich habe es auch ausgehalten, mein ältestes Mädel alleine auf den Ponyhof zu schicken mit ihrer Freundin. Und später ihre Schwester – die wollte sogar ganz alleine hin und hat es auch durchgezogen.

Ich habe unseren Hochzeitstag wieder nur beinahe vergessen.

Unser Auto habe ich kaum benutzt. Wir waren sogar ohne Auto im Urlaub. Quer durch Deutschland zu fünft mit der Bahn – das Gepäck dafür hab ich superheldinnenhaft strategisch geplant und gepackt. Naja, der Vater packt natürlich selbst.

Ich habe Berge bestiegen, Schluchten durchwandert, Flüsse durchschwommen (Quatsch! So heldenhaft nun auch wieder nicht!). Und gehmüde Wandermädels (meistens ideenreich) bei der Stange gehalten.

Als der Außenspiegel eines vorbeifahrenden Autos mein Kind am Kopf getroffen hatte, habe ich in Krankenwagen und Krankenhaus Händchen gehalten. Aber vorher noch kurz die dämliche Autofahrerin beschimpft wie eine durchgeknallte Henne.

Ich habe die Fische und Pflanzen unserer Nachbar-Freunde in Urlaubszeiten gepflegt.

Uns einen Tageshund organisiert – so dass meine Mädels nun wenigstens einmal in der Woche einen Hund haben. Dass ich zu einem eigenen Hund bei „Nein“ bleibe, ist eine weitere Heldinnentat aus der Kategorie „gesunder Egoismus“.

Ich habe es endlich, endlich, ENDLICH geschafft, eine Rückenübungs-Routine in meinen Alltag einzubauen, und das nun schon seit vier Monaten durchgezogen.

In der „Wann-ein-Smartphone-fürs-Kind“-Frage habe ich mich für eine schöne und gleichzeitig kindgerechte Lösung eingesetzt – und auch eine gefunden.

Ich habe so viel Neues gelernt. Bin jetzt im learning-by-doing-Verfahren weitergebildet in Website bauen und texten, Blog und Newsletter schreiben, Online und Social Media Marketing, Search Engine Optimization, Keyword Recherche und so weiter. Wow!

Den Beziehungs-Jahrestag mit meinem lieben Mann habe ich vergessen – aber mit einem lieben Lächeln ist das nicht so schlimm. Und es steht mir zu, mal was zu vergessen. So wie halt jedes Jahr diesen Jahrestag.

Ich habe aussortiert, verkauft, gespendet. Habe meine Kinder bei ihrem Aussortieren durchs Chaos geholfen. Sie ermutigt, ihnen aber alle Entscheidungen selbst überlassen. Und zum Jahresende eine lustige 100-Dinge-Challenge mit ihnen gemacht – bei der sie total nebenbei den Blick für unnützen Kram im Alltag geschärft haben. Während ich es immer ausgehalten habe, dass nicht alle meine Vorstellungen vom Loswerden teilen.

Ich habe so gut wie gar nichts neu angeschafft.

Und ich habe einen coolen Selbstversuch gestartet, den Bodenschlaf. Ein kleines Alltags-Minimalismus-Abenteuer. Mal sehen, was draus wird.

Ich habe für meine Mädels die notwendigen Arzttermine organsiert. Und sie hingeschleppt, auch wenn sie keinen Bock hatten.

Tag für Tag war ich die Zahnputzpolizei und habe superheldinnenhaft die entsprechenden Hassblitze aus Kinderaugen ertragen.

Ich habe darauf bestanden, dass die Mädels im Haushalt helfen. Und ja, sie müssen auch gelegentlich mal eine Toilette putzen. Und auch hier die tödlichen Blicke überlebt. (Ich glaube fest, dass das (Klo-)Putzen ihnen irgendwann irgendwie nützen wird. Und bis dahin nützt es der ganzen Familie – oder eben der ansonsten putzbeauftragten Mutter. Ist mir auch recht, das können sie ruhig für mich tun.)

Ich habe jedes meiner drei Kinder gefühlte 254.756.3543.110 Mal an irgendetwas erinnert, an das ich sie erinnern sollte. Nur um mir dann bestenfalls ein „ja, gleich“ anzuhören – bevor sie es dann doch vergaßen.

Ich habe Musiklehrerinnen gesucht, Hobbys bezahlt, und das auch, als die gar nicht stattfanden.

Beim Schwimmen habe ich dann doch klein beigegeben und mich von meinen anscheinend überzogenen Schwimmlern-Erwartungen superheldinnenhaft verabschiedet.

Ich habe jeden Samstag über zwei Stunden die Gluggenmuddi-Luft angehalten und eigentlich erst wieder ausgeatmet, als alle Mädels heil vom Reiten zurück waren.

Das Taschengeld habe ich regelmäßig ausgezahlt und die Mädels damit machen lassen, was sie wollen. Supertolerante Minimalismus-Heldin.

Ich habe meine Gefühle gezeigt und hoffe, dass meine Kinder das von mir lernen können.

Ich habe Verabredungen geplant. Kleine Gäste mit nicht immer wunderbaren Manieren willkommen geheißen.

Ich habe Mahlzeiten geplant, eingekauft, gekocht, geputzt. Manchmal sogar freiwillig über das absolut notwendige Maß hinaus.

Die Ernährung hat zumindest manchmal das Prädikat „gesund und ausgewogen“ verdient. Ich habe darauf geachtet, dass immer irgendwer am Tisch das Gericht wirklich gern mag – und der Rest eine große und gesunde Portion Rohkost vorfindet.

Das Putzen hab ich ganz oft vertagt – und superheldinnenhaft den Staub und die vermeintlich schrägen Blicke ausgehalten, denn manchmal sind andere Dinge wichtiger als saubere Ecken.

Ich habe auf Nachhaltigkeit im Alltag geachtet. Und da, wo ich es noch nicht schaffe, war ich nachsichtig mit mir.

Ich hab den Tag durchgeplant und mich dann auch manchmal dran gehalten. Und manchmal halt nicht – und habe mir superheldinnenhaft vergeben und auf morgen vertagt. Morgen ist ja auch noch ein Tag!

Ich habe Zeit mit meinen Mädels verbracht. Ich habe mit ihnen gelacht, gealbert, gespielt. Sie zu ihren Problemen beraten.

Gestritten, gemeckert und gezetert habe ich auch und mich bestimmt gelegentlich katastrophal daneben benommen – und dann hab ich mich superheldinnenhaft entschuldigt. Manchmal gar nicht so leicht.

Ich habe den Mädels neue Dinge erlaubt. Bin über meine riesigen Schatten gesprungen, und habe gelernt, dass ich das jetzt auch kann.

Ich habe meinen Kindern immer neue Verantwortungen übergeben und auf ihre Entscheidungen vertraut.

Ich habe erkannt, dass ich als Mutter jeden Tag neu eine Anfängerin sein werde – meine Älteste wird immer mein Versuchskaninchen bleiben. Das habe ich ihr mit einem Schmunzeln erzählt, und dass ich manchmal nicht weiß, was richtig ist. Sie hat zurückgeschmunzelt. Und ich finde mich ok als Anfängermuddi.

Ich habe meine perfekte Dosis an Corona-Nachrichten gefunden. Mir erlaubt, nicht alles dazu zu wissen und mir einen Teil heile Welt rüberzuretten ins Jetzt.

Ich hab in den Tag Stunden für mich eingeplant und für sie gekämpft. So habe ich meinen Mädels gezeigt, dass es wichtig ist, auch auf sich selbst zu achten.

Ich habe mir Wochenenden nur für mich ausgebeten – und sie auch genossen.

Ich hab mich um meine eigene Gesundheit gekümmert.

Und ich habe immer versucht, aus meinen Fehlern zu lernen. Mich gefragt, was ich besser machen kann. Und dabei mich selbst nicht aus dem Blick verloren.

Ich habe gelacht und geweint, gejubelt und geheult, gelobt und geschimpft. Mich gestresst, gehetzt, verzettelt. Mich über mich selbst geärgert – und mir dann verziehen.

Ich habe es gut gemacht, das Jahr 2020.

Superheldinnenhaft! Yeah!

Pokal mit Glitzerkram

Wow, hat das gut getan!

Und du? Was sind deine Superheld/innen-Taten 2020? Schreib mir doch ein paar in den Kommentar!

Deine Birte

PS: Bilder über canva.com

PSPS: Der Artikel ist fertig und mir sind noch mehr tolle Taten eingefallen! Wow! Die behalte ich jetzt aber einfach für mich.

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4 Gedanken zu „Eine Jahresportion Eigenlob, bitte! Meine Superheldinnentaten 2020 und warum du (dir) deine auch mal erzählen solltest“

  1. Liebe Birte,
    wow – da hast wahrhaftig Großartiges geleistet! Klar erkenne ich mich in vielem wieder und klar habe auch ich das Alltägliche (in den meisten Fällen) gerockt. Was mich interessieren würde: Wie ging es dir dabei? Wie war das für dich, diese ganzen Dinge zu schaffen und auch die zusätzlichen? Denn darüber habe ich bislang nur auf meinem (total unbekannten) Zweitblog geschrieben – dass es verdammt noch mal hart war, diese ganzen Heldentaten zu vollbringen. Und frustig. Und krass.

    Ich wünsche dir ein heldenhaftes Jahr 2021 und danke, dass du bei meiner Blogparade dabei bist!

    Antworten
    • Liebe Anna,
      danke für deinen Kommentar!
      Wie ich mich gefühlt habe.
      Vor allem habe ich mich oft gar nicht gefühlt, als würde ich etwas tolles leisten. Ich neige dazu, Dinge, die ich tue, als selbstverständlich oder sogar meine Pflicht anzusehen. Oft sind sie das vielleicht auch, aber es bleibt ja trotzdem toll, dass ich es dann auch mache. Insofern fühlte ich mich oft gar nicht besonders besonders.
      Gleichzeitig war manches anstrengend. Allerdings bei weitem nicht so anstrengend, wie es für viele andere Eltern gewesen sein muss. Denn ich bin ja in einer beruflichen Auszeit und konnte mich daher voll auf die corona-bedingten Aufgaben konzentrieren. Die Herausforderung war dabei aber schon, es auszuhalten, dass das schon auf Kosten der eigentlich für mich selbst eingeplanten Zeit ging. Da habe ich mich oft ähnlich zerrissen gefühlt wie wenn ich nebenher aus dem Home Office meinen Job hätte wuppen müssen. Da ich aber das genau nicht musste, hatte ich parallel mit meinem schlechten Gewissen zu tun, wenn ich mir meine Stunden als Me-Time ausgebeten und irgendwie die für mich selbst eingeplanten Aktivitäten in den Tag gequetscht habe. Auch das hat aber irgendwie funktioniert – und die Heldentat daran ist, dass ich es eben trotzdem getan habe. Auf mich geachtet, statt alles andere und alle anderen voran zu stellen, wie ich es auch sonst gern tue.
      Also, gemischte Gefühlslagen. Aber auf jeden Fall für mich nicht so ein schwieriges Jahr wie für viele andere Menschen. Das zu sehen und anzuerkennen, ist mir auch sehr wichtig. Da bin ich einfach dankbar, dass der Zufall es so geregelt hat.
      Danke für deine Blogparade nochmal – ich habe sehr gern teilgenommen.
      Liebe Grüße
      Birte

      Antworten
  2. Ja, liebe Birte – das ist unglaublich, was Du so schaffst, bzw.jede. Wenn man sich das mal vor Augen führt, ist es wirklich heldenhaft und man kann sehr stolz darauf sein. Vieles scheint so selbstverständlich. 👏 Ich habe 2020 im Februar angefangen morgens Müsli zu essen, um zu schauen wie es mir damit geht ( anstatt ‚olles‘ Toastbrot, Wurst, Käse). Und den Mann damit ‚angesteckt‘.🍀Bei einem Nachbarn, der eine Herz OP hinter sich hatte,(danach soll man die Arme nicht so weit machen) habe ich von außen die Fenster geputzt. Er hat es nicht bemerkt 😉. Ich habe den allerersten Bienenstich (einer der Lieblingskuchen) gebacken, er war herrlich. Richtig stolz.🎈Ich habe die Ausgabe zugelassen und es genossen, nicht kochen zu müssen, wenn wir uns öfter etwas vom ‚Griechen‘ gegönnt haben.🐞 Ich habe den E Mail Kurs bei Dir begonnen. Es tut einfach gut, über einiges so nachzudenken ♥️ Ich habe viele Bekannte/ Verwandte angerufen. Es waren alle zuhause😉Es war schön zu klönen und alle haben sich gefreut. Auch habe ich ‚Hoffnungsbriefe‘ geschrieben, um Freude zu bereiten.⚘Im August konnten wir eine Reise machen. Ich bin gewandert, geklettert, habe Höhenmeter 😉bewältigt, obwohl es sehr anstrengend war. Aber die Bewegung hat gut getan.🐞Ich habe es geschafft eine 1,5%Milch im Kaffee zu trinken (anstatt 4%, dachte es schmeckt nicht) und ich trinke öfter Tee und Wasser, als anderes.🍀Habe zu Ostern, Frühling und Pfingsten den Garten geschmückt – es war besonders. Es war wenig zu sehen, sonst überall. Ich habe es auch ausgehalten, nicht jeden Tag Staubzusaugen etc..U.s.w……. Zwischendurch habe ich gedacht, manno, viele dieser ‚Heldentaten‘ drehen sich ja nur um’s Essen. Und war ein wenig traurig darüber. Eine Bekannt meinte, wieso, Du kümmerst Dich doch damit um Dich. Stimmt.🍀Du hast so Recht damit, sich dies alles mal vor Augen zu führen – man sieht es dann ganz anders, bekommt einen anderen Blick für einiges oder alles? 😉 Danke für Deine außergewöhnlichen Ideen, liebe Grüße Huby

    Antworten
    • Liebe Huby,
      wow, jede Menge Heldinnentaten! 🙂 Ich finde es wirklich faszinierend, was alles zusammenkommt, wenn man mal darüber nachdenkt. Und wie es einen verändern kann, sich plötzlich (zumindest vorübergehend, bis man es wieder vergisst) in einem heldinnenhaften Licht zu sehen.
      Mach genau so heldinnenhaft weiter, liebe Grüße, Birte

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