Sammlungen aussortieren? Sammlungen aussortieren.

Warum eine Sammlung nicht automatisch immun gegen Aussortieren ist.


Sammlungen sind heilig, oder?

Die Schuh-Sammlung, die Bücher-Sammlung, die Handtaschen-Sammlung, die Radiergummi-Sammlung. Die Armbanduhren-, Kochbuch-, Modellauto-, Zeitschrifen-, oder Briefmarken-Sammlung. Die Kugelschreiber-, Halsketten-, Vasen-Sammlung. Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Heilig, solche Sammlungen. Können nicht aussortiert werden.

Oder?

Naja, zumindest gefühlt heilig. Irgendwie besonders.

Lange gesammelt. Zeit investiert, Geld investiert, manche Stücke sind selten, heute nicht mehr erhältlich oder kosten mehr als früher, es gibt diese Vollständigkeit, die sich gut anfühlt.

Sammlung hinterfragen

Ob eine Sammlung so besonders ist, dass sie bleiben darf, nur weil sie eine Sammlung ist – das sollte sich (wenn du mich fragst) danach richten,  was sie mit dir macht. 

Und das kannst du einerseits fühlen. Fühl hin.

Und auch daran erkennen, wie du mit der Sammlung umgehst.

Wenn du weniger Dinge haben willst, aber gern sammelst – stell ich dir zu deiner Sammlung jetzt mal die folgenden Fragen.

Zeigst du deine Sammlung auf eine schöne Art, stellst sie aus, so dass du sie immer sehen kannst? Kuratierst sie wie in einem Museum? (Oder wohnt sie unsichtbar in einer Kiste?)

Freust du dich, wenn du deine Sammlung siehst? (Wirklich und ausschließlich Freude?)

Wenn Erinnerungen dran hängen – sind sie positiv? Oder auch/eher schmerzhaft?

Kümmerst du dich liebend gern um diese Sammlung, weil sie dir so viel bedeutet? (Der Klassiker ist Abstauben, aber je nach Sammlung kann das Management der Dinge ja noch mehr Aktivitäten erfordern.)

Bist du sicher, dass die Sammlung nicht auf deiner unsichtbaren To Do Liste steht, die dich stresst? („Staub mich aaaaab“, „Benutz mich endlich maaaaal“, „Du wolltest doch nooooooch….“).

Bist du absolut im Reinen mit deiner Sammlung?

Und zwar wirklich?

Oder bist du Team „könnte später mal mehr wert sein“, „hab ich doch geschenkt bekommen / geerbt / schon immer gesammelt / für viel Geld zusammengetragen“ oder „vollständige Sammlungen darf man nicht trennen“?

Das, wenn du mich fragst, wären eher so Gedanken zum Einhaken, ob du da nicht doch mal ran kannst. Denn du willst ja weniger Dinge im Leben, oder?

Teaser für Endlich ausmisten, die Checkliste

Sammlung aussortieren

Wichtig: Mein Vorschlag ist nicht, automatisch die ganze Sammlung vom Hof zu jagen. (Wobei… 😉)

Sondern: Von der Sammlung den Aufkleber „Sammlung“ abzukratzen, den Heiligenschein zu löschen und die Dinge-Gruppe als das zu betrachten, was sie ist: Eine Anzahl gleichartiger Dinge.

Und dann über sie zu entscheiden wie du es auch mit anderen Dingen tust.

(Praktischerweise zeigen sich dann manchmal sogar ziemlich viele „Doppelte“, die praktisch betrachtet überflüssig sind.)

So behältst du nur die Dinge, die dir auch einzeln etwas bedeuten.

Das ist alles auch nicht leicht, klar. Aber der neue Blick auf die „Sammlung“ ist ein hilfreicher und wichtiger Schritt.

Nimm diese Gedanken doch einfach mal mit und schau, was sie mit dir machen.

Ich wünsche dir spannende Erkenntnisse!

Wenn du automatisch regelmäßig von mir hören willst, komm doch in meinen Newsletter. Checkliste fürs Aussortieren? Hier.

Danke für deine Zeit und Aufmerksamkeit.

Deine Birte

PS: Auf der Suche nach einem Bild zu diesem Betrag habe ich tatsächlich im ganzen Haus keine Sammlung mehr gefunden 😊. Also muss Pixabay herhalten, danke an Ilona Frey für das schöne Bild.

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